Türzarge

Bei der Türzarge handelt es sich um den feststehenden, umrahmenden Teil einer Tür, an der das bewegliche Teil aufschwingt. Die Türzarge ist eher ein dekoratives Element, auch wenn die Optik von dem Türrahmen ebenso zu dem Gesamtbild beiträgt, wie die ausgewählte Zimmer- bzw. Eingangstür. In dem Rahmen befindet sich auch der Platz für das Schloss und bei der Eingangstür entsprechende für das Sicherheitsschloss und somit hat die Türzarge in diesem Fall auch eine wichtige Rolle beim Einbruchsschutz.

Geht es um den Einbaut einer Türzarge für eine Innentür, dann stellt sich eine Frage: Ist diese für eine Flügeltür oder eine Schiebetür? Soll die Zarge eine schwere Glastür einrahmen und wie passt diese zur Wandstärke? Zudem kommen auch Fragen auch, ob die Zarge aus Holz oder einem Holzwerkstoff gefertigt sein soll – aus Stahl oder Aluminium? Des Weiteren muss auch noch zwischen folgenden Zargen unterschieden werden:

  • Umfassungszargen
  • Eckzargen
  • Blockzargen
  • Zargen mit Rundkanten, Glattkanten und profilierten Kanten

Zu guter Letzt spielt auch noch die Optik eine große Rolle und dabei geht es dann um Folgendes:

  • Soll die Zarge fast unsichtbar sein
  • Soll sie einen farbenfrohen Kontrast zur Innentür und Eingangsbereich bilden.

Das zeigt bereits, dass es bei der Auswahl der passenden Türzarge eine Menge Dinge zu beachten gibt.

Die einfachste Montage einer Türzarge erfolgt direkt beim Hausbau, denn dann kann der Rahmen vormontiert in die Wandöffnung eingesetzt und dann mit Montageschaum befestigt werden. Doch sind die Bauarbeiten bereits abgeschlossen, dann wird die Zarge in der Regel in zwei bis drei Komponenten eingebaut. Aber das ist ebenfalls für einen heimwerke zu bewerkstelligen. Dass Beste ist, dass man sich Zeit nimmt für die Vorbereitung und nichts beim Einbau übereilt.

Die Zarge für die Innentür ausmessen

In der Regel ist eine Türzarge um einige Zentimeter verstellbar, sodass sie problemlos der Türöffnung bzw. deren Maße angepasst werden kann. Aber wichtig ist auch, dass die Zarge sich auch der Wandstärke anpassen lässt. Von den Herstellern werden Türzargen für Mauerdicken von rund 75 mm bis zu 400 mm angeboten. Damit die richtige Zarge gefunden wird, ist es wichtig die Wanddicke an der stärksten Stelle zu messen und falls vorhanden auch Putz und/oder Fliesen mitzumessen. Zudem muss auch die Maueröffnungsbreite und –höhe gemessen werden. Die Standardhöhe einer Zarge beträgt 198,5 cm, aber es gibt auch Zargen mit 211 cm und 223,5 cm Höhe.

Aber es stehen nicht nur die verschiedenen Größen zur Auswahl, sondern auch Zargen für „rechte“ und „linke“ Türen. Von einer „rechten Tür“ wird dann gesprochen, wenn die Bänder (Scharniere) auf der rechten Seite zu sehen sind und eben von der linken, wenn diese Links sichtbar sind.

Das Material der Türzarge(n)

Geht es um das Material, dann steht eine breite Auswahl zur Verfügung und je nach Geschmack wird dieses in der Regel an das Türblatt angepasst. Zargen aus Massivholz und den Holzwerkstoffen Vollspan, CPL und Stahlblech sind dabei besonders gängig.

Zu den verbreitetsten Materialien gehört Holz, schon aufgrund seiner wohnlichen Ausstrahlung, wenn es um Türen und Zargen geht. Dabei muss nicht immer die natürliche Maserung des Holzes erkennbar sein, sondern diese wird auch oftmals von einer modernen Farbe verdeckt. Als Holzwerkstoff ist Massivholz am teuersten, wobei der Unterschied zwischen den beiden Materialien kaum erkennbar ist. Einen Vorteil weist Holzverbund auf, denn dieser reagiert nicht so empfindlich auf Stöße wie Echtholz.

Türzargen aus Stahl sind zumeist in öffentlichen Gebäuden vorzufinden und sie halten hohen Belastungen stand. Diese Zargen sind nicht nur sehr robust, sondern können quasi auch an jede Wandstärke und jedes Wandmaterial angepasst werden. Wer sich für eine Glastür entscheidet, dem bietet sich aufgrund des höheren Gewichts eine Stahlzarge an oder eine aus verstärkten Massivholz. Die Stahlzargen stehen heute optisch den anderen Materialien in nichts nach, denn es gibt sie in matt oder glänzend und sie können mit Sonderlacken in allen erdenklichen Farben gestaltet werden.

Die Zargennart(en) für die Innentür(en)

  • Die Umfassungszarge

Dabei handelt es sich um die klassische Türzarge und sie kommt am häufigsten im Privatbereich zum Einsatz. Von beiden Seiten wird die Türöffnung mit dem umlaufenden Profil der Zarge abgeschlossen. Hier wird in der Regel zu Holz und Holzwerkstoffen gegriffen – aber diese Türzarge ist auch in Stahl erhältlich.

  • Die Eckzarge

Sollte die Mauerlaibung sehr breit sein, dann ist eine Umfassungszarge keine Lösung, sondern hier muss dann eine Eckzarge eingesetzt werden. Von ihr wird nicht nur die gesamte Türöffnung, sondern auch die Vorderkante der Türlaibung verdeckt. Aus diesem Grund ist die Eckzarge vor allem für Innentüren sehr funktional, wobei sie nicht aus Holz, sondern aus Stahlblech gefertigt ist.

  • Die Blockzarge

Diese Zarge wird entweder in die Türlaibung montiert oder aber sie füllt diese in der gesamten Breite aus. Ist das der Fall, dann wird dieser Art Türzarge auch als Stockrahmen bezeichnet. Sollte die Blockzarge vor der Wandöffnung angebracht werden, dann handelt es sich um einen Blendrahmen. Hier kommt zumeist Massivholz zum Einsatz, aber auch Stahlblech wird gern genutzt.

  • Die wandbündige Zarge

Jeder, der einen besonders puren Look wünscht oder seine Türen ganz besonders in Szene setzen will, der greift auf eine wandbündige Zarge zu. Diese ist quasi unsichtbar und sorgt je nach ausgewählten Modell dafür, dass die Tür bündig mit der Wand abschließt.

Schiebe- und Flügeltüren – auch sie benötigen eine Türzarge.

Auch eine Schiebe- oder Flügeltür kommt ohne Zarge nicht aus. Wird eine Raumsparende Schiebetür eingesetzt, dann kann aus zwei Zargenarten ausgewählt werden:

  • Eine die in der Wand – also unsichtbar – verläuft
  • Eine die vor der Wand verläuft.

Das Angebot unterscheidet sich hier beim Material und den dekorativen Elementen kaum von dem der Schwingtüren. Auf eine Flügeltür ist kein Hindernis für eine Zarge, doch hier muss dann auf eine breitere Zarge zurückgegriffen werden. Denn so kann sie gegebenenfalls Raum für zwei Schwingtüren bzw. zwei schwingende Türteile bieten.

Der dekorative Aspekt einer Türzarge

Der Handel bietet eine Vielzahl von dekorativen Türzargen-Typen. So kann beispielsweise eine Zarge mit profilierter Zierbekleidung gewählt werden, die je nach Modell einen romantischen Look aufweist oder beispielsweise bombiert ist. Die letztere Ausführung ist eher optisch elegant und hält sich eher im Hintergrund, indem sie von der Tür zur Wand hin flacher wird. Ein Gegenstück zur modernen gradlinigen Optik der Glattkanten-Zargen sind die mit Rundkanten.

Welche Zarge die richtige ist, das richtet sich vor allem danach, welches Türblatt ausgewählt wird. Zu diesem bietet die Türzarge den passenden Rahmen und trägt positiv zum Gesamteindruck bei.